Das Wichtigste in Kürze
- Eine gute Datensicherung ist komplex und benötigt umfassende Sicherungslösungen.
- Neben Datenbanken müssen auch Dateien, Ordner und persönliche Einstellungen wie Lesezeichen gesichert werden.
- Backup-Strategie erstellen und Anforderungen klar definieren.
Wenn Sie sich jetzt fragen: „Aber warum kein Ja?“ Nun, wie so oft steckt der Teufel in den kleinteiligen Details. Mit einem Backup bildet man hauptsächlich zwei Teilbereiche ab. Das für die Arbeit bereitstehende System und die Benutzerdaten. Diese Anforderungen müssen auch von einer KI erfüllt werden.
Systeme, Software und Benutzerdaten: Ein Überblick über die Datensicherung
Werfen wir zunächst einen Blick auf die Systeme. Welche Softwarekomponenten machen diese zu unseren hörigen Arbeitssklaven? Wir benötigen zur Verwendung des Rechners ein Betriebssystem und eine Anwendungssoftware.
Das Betriebssystem ist üblicherweise über entsprechende Treiber an eine wie auch immer geartete Hardware gebunden. Selbst wenn Betriebssysteme virtualisiert werden und wir damit eine einheitliche Treiber-Schicht verwenden können, muss die Virtualisierung selbst auch auf einer Hardware zur Verfügung gestellt werden. Spätestens auf diesen physischen Maschinen muss man sich wieder mit den Treibern herumschlagen. Eine Lösung kann z. B. eine spezielle Software wie das Universal-Backup von Acronis sein.
Die Anwendungssoftware besteht aus dem Programm selbst und den dazugehörenden Benutzerdaten, die üblicherweise in Datenbanken stehen. Oft werden die Teilkomponenten aber auf unterschiedlichen Systemen betrieben. Programme laufen auf separaten Geräten und die Datenbanken wieder auch auf eigenen Systemen. Somit müssen alle Geräte gesichert werden. Oder bei einem Ernstfall auch wieder hergestellt und miteinander verbunden werden.
Neben den Systemen sind aber auch Benutzerdaten zu sichern. Wie bereits erwähnt, stehen diese meist in Datenbanken. Aber eben nur „meist“. Es gibt auch Daten, die in Ordnern und Dateien organisiert sind. Und es gibt auch jede Menge „Kleinkram“ wie z. B. Desktop-Verknüpfungen, Taskleistenbestückung, Listen über zuletzt verwendete Dateien und Ordner, Lesezeichen und sonstige Benutzerinformationen in Browsern u. v. m.
Das gesamte Backup-Szenario wird dabei bestimmt durch die Faktoren Recovery Time Objective (RTO) und Recovery Point Objective (RPO). Mit RTO definiert man die Wiederanlaufzeit nach einem Ausfall und mit RPO die Menge an hinnehmbaren Datenverlusten. Diese beiden Faktoren hängen von den Anforderungen Ihrer Unternehmung und den Erwartungen Ihrer Kunden ab.
Je höher die Anforderungen sind, umso aufwendiger wird eine Realisierung. Selbst bei maximaler Redundanz (gespiegelte, permanent mitlaufende Hardware, Software, Daten und Datenleitungen) in Verbindung zu einer redundanten und völlig unabhängigen Stromquelle (z. B. Dieselaggregat) kann es bei einem Angriff wie DDoS (Distributed Denial of Service) oder Ransomware zu einem zeitweisen Ausfall der Systeme kommen.
Gut zu wissen ...
Eine KI kann uns sicherlich bei der Umsetzung der Maßnahmen helfen und z. B. die Durchführung übernehmen, dokumentieren und überwachen. Aber eine KI kann uns nicht die organisatorische Detailarbeit im Vorfeld abnehmen. Datensicherungen sind z. B. physisch getrennt von den zu sichernden Systemen, gegen Vernichtung und Missbrauch gesichert aufzubewahren.
Wir als Informationssicherheits-Experten haben viel Erfahrung in diesen Bereichen und können Sie bei der Planung und der Umsetzung im Zuge einer Zertifizierung wie IT-Grundschutz oder ISO 27001 oder bei der Einführung eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) unterstützen. Ein guter Start könnte für kleinere Unternehmen auch ein Cyber-Risiko-Check nach DIN SPEC 27076 sein. Auch Unternehmen, die im Rahmen von NIS-1, NIS-2 oder KRITIS entsprechende Konzepte für Ihr Unternehmen nachweisen müssen, können wir unterstützen.